[konstant]

Zeit in Bewegung
Subjektiv verronnen
Erleben im Fluss
Gegen den Strom

©hristof

[hohlmaß]

genormtes
füllvermögen

parameter
gemütszustand

ein kilo
wieviel liter?

ein schweres herz
zur gänze leert

das glas
ob halb

ob voll
ob leer


©hristof

leben[Dich]

Beziehungen beginnen nicht erst mit dem ersten Kuss und enden mit dem Tag des Bruch.

Der Beginn einer Beziehung reicht zurück zum ersten Schwärmen und das Ende ist auch fließend. Erinnerungen.

fab.©hristof

[text]il

Manchmal
gleicht mein Geist einer Kiste
vollgefüllt mit Resten
aus Wolle und Hanf

lose Verpackungsschnüre
das Garn Knäuel ist bunt
Unter schlanken Zwirnspulen
eine Traum wird verknüpft

Jeder Gedanke ein Faden
Geschichts Fragmente
aufgetrennte Erinnerung
Ich knüpf ein Gedicht

©hristof

[das vorhaben]

So manchmal nimmt man sich Vorhaben vor und muss sich dann manchmal selbst eingestehen, dass der gedachte Wunsch, die gewollte Vorstellung, nicht immer zur Vollendung reifen darf.

Wieso es sich so verhält, mag viele Ursachen haben. Ich habe darüber des Nächtens ausreichend reflektiert und mir im Zuge einer schlaflosen Nacht, die ersten Textskizzen zu Recht gedacht.
Jetzt versucht, im Zuge des Schreibens, sie mir in Erinnerung zu holen. Habe mir mit müden Augen ein leeres Textdokument geöffnet.

Wie viel ist mir in Erinnerung geblieben?
Welche Gedanken kommen hinzu?
War es wertvoll genug, um es niederzuschreiben?
Usw. / u.s.f.

Manche von euch mögen dies kennen.
Manche von euch, mögen dies vielleicht belächeln (im Positiven versteht sich!)

Die geschulte Schauspielerin und der geschulte Schauspieler weiß, dass das Forum – die vierte Wand, im Grunde nicht weiß, was kommen wird, sofern nicht ein alter Klassiker auf die Bühne gebracht wird und Sie oder auch Er, so dermaßen Textsicher ist, dass Sie oder auch Er, wissen kann, welches Wort wohl möglich fehlen mag, dass der oder die Vortragende, wohl vergessen haben könnte.
Gut, bei solcher Textsicherheit der Zuhörerin / des Zuhörers, müsste Sie oder Er auch nicht im Konjunktiv formulieren.

Du hast vergessen!

Weiß Sie oder auch Er, es dann ganz sicher.

Um verstehen zu können, was ich hier versuche verständlich zu machen, gehen wir gemeinsam zurück zum ersten Satz dieses Textes.

Zitat: So manchmal nimmt man sich Vorhaben vor und muss sich dann selbst eingestehen, dass der gedachte Wunsch, die gewollte Vorstellung, nicht immer zur Vollendung reifen darf.

Wohl keiner von euch, mag vermögen, zu wissen, was ich vorgehabt habe. Vielleicht hatte ich auch von Anfang an nur vor, NUR diesen Text zu bringen, der eben NUR vorgibt, vor etwas zurückgeschreckt zu sein.

Wer weiß.
Vermutlich auch nur ich.

Da ich es aber vorziehe, nicht zu lügen. Ganz sicher nie vor hatte und habe, euch hinters Licht zu führen, darf ich euch sagen, die einleitenden Sätze entsprechen der Wahrheit.

Und wenn jetzt dieser Satz gelogen wäre, der die Aussage in sich trägt, nicht zu lügen, dann wäre…. Ok… genug der Wortspielerei, die in den Schatten – hinter das Licht der Wahrheit führen könnte.

Ihr habt es wohl schon geahnt: Die Ursache lag nicht im nicht wollen, wenn vielleicht ich auch der Fähigkeit fähig bin, das zu tun, was ich mir vorgenommen habe.
Die Ursache lag und liegt im Zweifeln, ob der Fähigkeit fähig, tun zu können, was ich mir vorgenommen habe.
Zweifeln, das Los des tuend wollenden, das Sie oder auch Ihn, so zum Untätigen werden lässt.
Im Grunde genommen ist diese Aussage, die einer Reflexion folgt, nicht wirklich zutreffend.

Warum nicht?
Weil es im Grunde ganz wenig vergleichbare Denkprozesse gibt, die so intensiv zu sein scheinen, wie das Zweifeln.

Zweifeln bedeutet sehr intensives Nachdenken.
Sehr intensives Nachdenken, bedeutet Reflexionen anstellen.
Reflexionen anstellen, so steht es im Ankünder.

Der Ankünder.
Der Text mit Bild, der ein Vorhaben ankündigt.
Die Veröffentlichung des Ankünder.
Jener Moment, wo das Zweifeln seinen Höhepunkt erlangt.
(...auch, ob der Ankünder treffend und stimmig von mir gestaltet wurde.)

Wenn dieser Zenit des Zweifelns dann kommt, legt die oder der Zweifelnde, sein gesamtes Gedachtes, Gewolltes, Gewünschtes, letztlich Geschaffenes, auf den Prüfstand. Das Zweifeln, das die feinste, aber auch die schärfste Klinge führt. Die Vorhaben, auf den Seziertisch des Zweifelns gebettet. Gedachte Schweißperlen bahnen ihren Weg in die davor gefühlte Zuversicht.

Würden wir wieder ganz zurück zum Anfang gehen, oder auch nur zum Zitat – zur wiederholten Variante, meiner ursprünglichen Aussage, wo das Vorhaben zur Erwähnung gelang, wäre es fast sträflich, hier die Angst – respektive die Befürchtung, unerwähnt zu lassen.

Die Angst vorm Scheitern, die kennen vielleicht manche von euch. Sie ist bestimmt nicht nur mir bekannt und geht mit Zweifeln im Denken, Hand in Hand.

Es ist bei mir, und das klingt vielleicht paradox, die Angst vor dem Gelingen, die mich hemmt, mich bremst, mich oft selber nicht er-kennen lässt.

Es kommt eine Idee, die sich so harmonisch anfühlt.
Ich spüre: Ja, so kann es gehen. Das ist gut. Usw. u.s.f. .
Und dann kommt sie, die Angst vor dem Gelingen.

Nein, hier wird von mir nicht gewollt, ein Kompliment zu fischen. Obwohl – und dies ist bitte nur metaphorisch zu verstehen, das Angelgerät habe ich stets bei der Hand.

Ist es nicht so, dass die Anerkennung und der feine Zuspruch, dem Salz in der Suppe gleicht, dass die Seele würzt, so dass sie schmeckt und die Angst des Zweiflers nicht bitter an den Mundwinkeln klebt - die Sorge verschmäht zu werden. Das, was geschaffen wurde, um zu gefallen, nicht reicht. Nicht gefällt. Nicht ankommt.

Ja, um zu gefallen! Ich möchte ankommen. Ich möchte, dass es gefällt.
Ich bleibe meinem Credo treu! Dem Credo, euch nicht hinters Licht führen zu wollen. Die Wahrheit ist, ich möchte erfolgreich sein. Ein Erfolg, der nichts, aber auch schon rein gar nichts, mit Bares und Münze zu tun hat.

Auch hier ist der Zweifel gegenwärtig, ob dieser Text …und „Petri Heil“

Bevor ich im Anschluss aus meinen Gedichten lesen werde, vielleicht noch ein paar Verse, die ich unter dem Titel - „Gedankenfetzen – unsortiert“, vor ein paar Tagen auf einen Zettel gekritzelt habe. Die auch diesem Text vorausgegangen sind.

Aber beinah hätte ich‘s vergessen. Vielleicht auch gar nicht mehr des Erwähnens wert.

DAS VORHABEN!

Wenn ich mich so umblicke, auch neben mir die Botschafterin betrachte (noch ohne Namen), frage ich mich und gebe diese Fragestellung auch rhetorisch an euch weiter:

Welcher kreativen Passion ist Anni gefolgt, als sie Dich geschaffen hat

Nach welchen Kriterien wählst du aus, liebe Monika, wenn du durch die Linse blickst?

Liebe Teona, deine Bilder, so wunderbar! Sind sie für dich schön? Natürlich! Sonst würdest du sie nicht malen.

So wie bei dir liebe Anke. Norbert. Axel. ...Eure Bilder sind schön und voller Aussage.

Dein Film, lieber Jürgen…

Könnt ihr meinen Gedanken folgen. Ihr müsst nicht antworten.

Danke!

(einleitender text:lesung

©hristof

[Kopf und Fuß]

Kopf voraus
ins Leben gestartet
Auf den Weg gemacht
Aber auf welchen?

"Kopf gemacht"
dem Leben
die Richtung gegeben
Das Leben
auf den Weg gebracht

Das Leben
verzweigt
wie ein Linien-Netz
Möglichkeiten zu Hauf

Sich zu verirren
Sich finden
Sich verwirren
in den Wirren

Im scheinbaren Chaos
öffnen sich Türen


©hristof

[es is gnua!

zaum gregnet
es hot eam zaum gregnet
koit
is a gfoin
und noss
hots eam zaum gregnet

es weiss
von in da fruah
liegt in lockn
auf da stross

zaum trogn
vü hot si zaum trogn
schwar
liegts auf da sö
des blede gwicht
zvü hot si zaum trogn

die freid
vor a bor dog
wurd heit
zvü hintafrogt

zaum stehn
wir miassn zaum stehn
schiach
tuans mit die leit
is so zum speibn
wir miassn zaum stehn

es brave vuik
frisst sott und blind
wos an liagn
von eana kimt

zaum regnan
es keat vü zaum gregnet


https://picosong.com/wJesx

©hristof

[fragment ...

schwarz-blaue Farbe
auf weiß-grauer Haut

rotgeweinte Augen
dem Spiegel zugewandt

ein Bild
voll Spuren

Gesichtsfurchen
hineingekarrt vom Leben

...

(erste Schreibversuche 1996)

©hristof

[ohne Kalkül]

Gold verzierte Spiegel
Schmücken den Raum

Stets treue Begleiter
Des sichtbaren Traum

Sie kennen kein Gestern
Sie kennen kein Morgen

Sie geben nichts vor
Nichts bleibt im Verborgenen


©hristof

[für Anni Eiter]

Die Königin ihrer Sehnsucht spricht


"Spieglein, Spieglein,
an der Wand“
du zeigst mir das Schönste
mein traum- rotes Land

Spieglein, Spieglein
du öffnest den Raum
Spieglein, Spieglein
duplizierst meinen Traum

Spieglein, Spieglein
Sprachrohr meiner Lust
Spieglein, Spieglein
mein Glück ist betucht

Spieglein, Spieglein
hinter mir meine Welt
mein Blick in den Spiegel
von einer Sehnsucht erzählt


©hristof
(literarische Anleihe aus "Schneewittchen")