[gegenwart]

Angst vor Lob
vor der Nahrung
die Erwartungshaltung nährt

Angst vorm Scheitern
vor dem Hunger
Anerkennungslos zu sein

Mut fürs Ziel
den Visionen
(T)raum zu schenken

Mut als Probe
im Versuchen
(T)räume teiln



(c)hristof

[loslassen]

ein Wort
ein Satz
der Beginn
einer Geschichte

ein Gedanke
eine Träne
der Moment
wo du weinst



©hristof

[intim]

es wagen
zu fragen

bedürfnisse

die durch herz und körper
jagen

gestillt
zu bekommen

ab_getragen

dem hunger
der lust

entsagen

besser nicht fragen

geduldig
ertragen




©hristof

fragment...

kaum einen spalt geöffnet

spürbar nur
für sie die fühlt

behutsam eingetreten

fühlbar nur
für ihn der spürt

geteilter raum

berührung
bleibt

zweisamzeit

...



(for m)

(c)hristof

wach sein

Die Kälte leistet gute Arbeit
lässt Haut und Atem frieren.

Die Kleidung kämpft in zweiter Reihe
mit Fasern gegen das Verlieren

Herzenswärme trifft auf Ängste
bringt Neid und Hass zum
resignieren

Liebe tüncht die Lebensnarben
Zusammenstehen statt isolieren



©hristof

Menschen

Menschen sind geboren
Menschen werden alt
Menschen gebären Menschen
Menschen geben Halt
Menschen denken Menschen
Menschen denken kalt
Menschen werden Menschen
Der Menschheit zuliebe bald


©hristof

rede[wendung]

sie oft verwendet
doch selten so geschlossen darüber nachgedacht, wie heut
ihre bedeutung, hat sie längst verloren
die aussage, einer gelebten geometrie

ich löse sie auf
ich schlage einen anfang, vor das ende
ich verzerr das bild
dass nie den finalen strich erfuhr

am anfang stand der punkt
die geburt einer linie
gebogen zum kreis
der sich schließt?

nein
es bleibt die lose gerade
frei von bedeutung
definitionsfrei



(c)hristof

[wörter...

gegangen
betreten
geblieben

vorwärts
zurück
im kreis

karussell
fliehkraft
entgleist

rückkehr
durchwa(r)ten
erstarrt

geh-
hilfe
rast

langsam
bewegen
balast

abstand
zukunft
am weg

ende



(c)hristof

[me]chanik

im schraubstock liegen die dornen offen

ihre scharfen spitzen - ungebrochen

ein beklemmender schmerz

der offenherzig bohrt

ins gedankenreich

ins seelenfleisch


eindringt


gefangen


in den fängen

des unabwendbaren

dass sich sein nest sucht

einen ort zum verweilen baut

wo scharfe, ungebrochene spitzen

sich verflechten, sich verletzend verschrauben

danke für euer lachen

Der Schmerz,

einer Hand voll geweinter Tränen,

verblasst,

beim Gedanken an ein Kinderlachen.

 

 

(c)hristof