lose...

Versponnene Fasern
Verspinnen sich
Spinnst Du
Spinne Ich
Verspinnen Wir
Entschieden versponnen
zum Entscheidung'sfaden
Mit jeder Faser
dahinter stehen
Ohne Faser kein Faden
Ohne Spinne kein Netz
Mit jedem Netz
darunter stehen
Entschieden Vertrauen
Vertrauen vor Netz


©hristof

leben lassen

Paul W. verrät uns nicht wirklich
wo sie in den Himmel wächst
der ihre Farbe trägt
und Christian M.
würde ihren Stiel wohl niemals brechen wollen

Wer will schon das Erreichbare?

Träum- und Denksinn
Berührungsvehicle

Berührungspunkte entstehen im Geist

Berührlos nur der
der nicht träumt
vom Unerreichbaren

Ich verweigere die Suche
Meinen Träumen zu liebe




©hristof

tr[us]t

Ich kann mich auf meinen Kopf verlassen
er kann meine Mütze tragen
Ich kann mich auch auf meinen Bauch verlassen
wir können beide nicht ohne
Ich verlass mich auf mein Herz
Pumpwerk ohne Pause

Kopfmensch, Bauchmensch, Herzmensch

Mützenkopf
niemals ohne Bauch
Herz-Kreislauf

War das schon alles?

Ich kann mich auf meine Gedanken verlassen
kopflastig
Meine Verstimmung vertraut dem Magen
Bauchweh
Mein Blut kann nicht ohne

Das wird doch noch nicht alles gewesen sein?





©hristof

räume

Im Inneren der Leere führen tausend Wege an den Rand
Im Inneren der Fülle führt nur schwer ein Weg ins Leere
Im Inneren gibt es wenig Außen


©hristof

Rechte von Menschen sind NICHT verhandelbar

Allerorts hört man von Gesprächen, Diskussionen, Verhandlungen,…
Welches Thema auch immer zur Diskussion steht, es steht dabei immer der Mensch im Zentrum. Es wird nicht über Dienstverträge von Maschinen geredet, sowenig findet ein Austausch über ein ethisches Verhalten von Drohnen statt. Geographische Linien, welche ein Ganzes in zwei Sektoren unterteilen, ziehen sich emotionslos durch die Landschaft und hinterfragen ihr Dasein keine Sekunde lang. Darüber wird nicht verhandelt! Noch weniger, ob sie sich voll Stacheln und aufgeladen präsent zeigen wollen. Der Mensch hat ein Recht und dieses Recht wird zunehmend und vielfältig beschnitten. Andere Menschen nutzen ihr Recht, um über die Rechte der anderen Menschen zu verhandeln. Ein Recht auf Unrecht. Ein Unrecht, Menschen Rechte abzusprechen, wird zum Recht erklärt.

Dazu fällt mir nur eine Aussage ein:
Die Rechte von Menschen sind NICHT verhandelbar. Menschenrechte sind NICHT verhandelbar!


©hristof

schreiben: ...

... wenn Gedanken aufs Papier wollen.

Informationen rasen durch den Geist und passieren unzählige Windungen. Schaltkreise öffnen und schließen sich... öffnen und schließen sich. Bleiben geschlossen offen.

Schier unmöglich, sie gänzlich einzufangen, sie festzuhalten, aufzu… schreiben.

Sollen Gedanken festgehalten werden? Oder widerstrebt das ihrer Natur, weil Gedanken eben frei sind, so wie man sagt. Ist der niedergeschriebene Gedankengang dann unfrei? Sicher nicht, wie ich hoffe.

Doch einmal festgehalten, kann er nicht mehr weiter reifen, sich weiter entfalten. In einen Rahmen gepackt. Festgehalten, zwischen zwei Buchstaben: Anfang und Ende. Dem A und O des Schreibens, wie man sagen könnte.

Angekommen in Versen - mit und ohne Maß.

Ist die Tinte erst einmal trocken… Hat dann der Gedankengang sein Ziel erreicht? Hoffentlich nicht, möchte ich mir sicher sein. Er lebt weiter, weiter in der Interpretation der LeserIn, die ihn weiterträgt, ihn durch ihre Windungen führt. Das ihre gedanklich hinzufügt, mit ihm weiter und mit ihm mit-denkt.

©hristof

[vor-u-zurück]

Erinnerungen kleben nicht am Wesen
und haften nicht an vergangener Zeit.
Vergangenheit versus Glaskugel

So mancher Wunsch lief ins Leere
doch kreierten sie keine biographischen Lücken.

Jede nicht erfahrene Erfahrung
erinnert an Träume
an Vorstellungen
wie was passieren hätte sollen
...

Im Kaffeesud lesen sich neue Hoffnungen.
Ohne Lesebrille liest sich die Zukunft anders
und schafft Raum für biographisches

Hoffnungen kleben nicht am Wesen
und haften nicht an erwartbarer Zeit.
...


©hristof

aufgesetzt

Schon
und immer wieder
der Selbe
gewohnte
junggebliebne Hut.

nehm ich ihn ab?
weil mir zuwider
trag ich ihn
für Beides
bedarf es Mut.

Bekleidende Metapher
ein Sprachenbild
das viel vermag
doch selten schützt

Begleitende Gedanken
mir gut bekannt
sind Ausdruck dessen
was mich bedrückt.



©hristof

mit euch

Das schaff ich doch mit 'links', notiere ich mit der Rechten und muss mir dabei eingestehen, dass diese Aussage mit der rechten Hand leichter zu verschriftlichen ist, wie eine Handlung mit der Linken - 'mit links', zu tätigen.

Das schaff ich doch 'mit rechts', muss es logischer Weise lauten – bei Menschen, deren Handlungsfähigkeit – von Geburt an, in die linke Hand gelegt wurde.

Auf selbstbestimmt mit rechts, folgt selbstbewusst mit links.

Selbstbewusst mit links, weil auf Grund einer bewussten Handlung mit rechts, mir manches rechts - fühlbar, nicht mehr wie 'mit links', gelingen mag.

Der große Wunsch nach den Sternen zu greifen, reduziert sich.

Das kleine Tun wird mit links, wie mit rechts…

Ach, das schaff ich doch mit einer von euch Beiden.


©hristof

---

einarmiger denker
mit schnüren an den fingern

verschnüren mir das herz….

rekonvaleszentes marionetten…
...theater
auf der suche nach heilenden gedanken

wo sie zu suchen sind
weiß die vergangenheit
die es gegenwärtig nicht verraten will


©hristof